
EKATO
PARAVISC-KOAXIAL
Für wechselnde niedrig- bis hochviskose Produkte und anspruchsvolle Anforderungen
Im Prinzip kann das Mehrzweck-Rührwerksystem EKATO PARAVISC-KOAXIAL für jede Art von Mischaufgabe eingesetzt werden. Dieses System wird in der Regel für sehr komplexe Mischprozesse und für Produkte mit extremem Fließverhalten gewählt. Das EKATO Koaxial-Mischsystem lässt sich problemlos an spezifische Behältergeometrien und Prozessanforderungen anpassen. Aus technischer Sicht sind seinem Anwendungsspektrum praktisch keine Grenzen gesetzt.

Anwendungsgebiete
Die Hauptaufgaben für ein Koaxial-Rührwerk sind Homogenisieren, Dispergieren und Wärmeübergang. Die maximal verarbeitbaren Produktviskositäten hängen vom jeweiligen Typ des Rührorgans ab und liegen im Allgemeinen bei etwa 1 Million mPa ∙ s. Koaxial-Rührorgane können daher für Prozessschritte eingesetzt werden, die bisher nur mit Knetern oder Extrudern durchgeführt wurden, bei denen Fließanomalien unerheblich waren. Beispiele für typische Koaxialsysteme sind Spezialpolymere, Harzemulsionen oder verschiedene Arten von Pasten.
Funktionsprinzip
Das Zerkleinern von Feststoffen sowie das Dispergieren und Homogenisieren werden hauptsächlich durch das Zentralrührwerk durchgeführt. Mischaufgaben in niedrigviskosen Prozessphasen können ebenfalls durch das Zentralrührorgan (z. B. EKATO VISCOPROP oder Dissolver) übernommen werden. Das Durchmesserverhältnis, die Anzahl der Stufen und Blätter, die Förderrichtung, die Umfangsgeschwindigkeit und die aufgenommene Leistung werden entsprechend den jeweiligen Materialeigenschaften und Prozeßdaten festgelegt. Der EKATO PARAVISC rotiert in der Regel mit konstanter Drehzahl und ist für die schnelle Durchmischung im Hochviskositätsbereich verantwortlich. Zudem transportiert er kontinuierlich wandnahes Material zurück in die vom Zentralrührorgan beeinflusste Zone. In niedrigviskosen Prozessphasen, z. B. in der Anfangsphase eines Chargenprozesses, fungiert der wandgängige Gitterrührer zudem als Leitblech. Beim Verdünnen hochviskoser Massen verhindert er die Bildung eines dünnen Schmierfilms an der Behälterwand und stoppt so eine unerwünschte Rotation des gesamten Behälterinhalts.
Dieses Rührorgan bietet zudem einen besonders effektiven Wärmeübergang durch den geringen Wandabstand zur Behälterwand. Zusätzliche Abstreifer halten die Behälterwand sauber, sorgen für eine noch höhere Wärmeübergangsrate und verhindern lokale Überhitzung, Ablagerungen und Inkrustationen. Das Zusammenwirken von Zentral- und Gitterrührer garantiert sehr einheitliche und hochwertige Produkte bei deutlich kürzeren Misch- und/oder Chargenzeiten.
Merkmale
- Einsatz von wandgängigen und zentralen Rührorganen, die unabhängig voneinander in beiden Drehrichtungen betrieben werden; PARAVISC sorgt für kurze Mischzeiten und effizienten Wärmeübergang
- Zentralrührorgan ermöglicht hohen lokalen Leistungseintrag mit Dissolver sowie extrem gute Oberflächenbewegung und eine weitere Reduzierung der Mischzeit mit Viscoprop
- Produkte mit extrem nicht-newtonschen Eigenschaften
- Ideal für Mehrproduktanlagen
