
Bei radialen Dichtungen liegt ein Reib-/Gleitpartner radial angeordnet um den anderen. Die Kontaktfläche ist ein Zylindermantel und trennt die jeweils am Ende dieses Zylinders liegenden Räume. Axiale Relativbewegungen der Partner zueinander bleiben in begrenztem Maß ohne Funktionsbeeinträchtigung.
Verschleißnachstellungen erfolgen durch radiale Veränderung mindestens eines Partners. Die daraus resultierende Geometrieänderung des entsprechenden Bau teils ergibt veränderte Kräfteverhältnisse und bedingt weiche Werkstoffe. Außerdem sind in vielen Fällen radiale Dichtelemente durch geeignete Schmiermittel vor Überhit zung zu schützen.
Zu den radialen Dichtungen zählen z.B. Radialwellenringe, Lippendichtungen und Stopfbuchsen. Aufgrund der relativ hohen radialen Auslenkung von Rührwellen kommen Radialdichtringe nicht und Lippendichtungen nur bei niedrigen Anforderungen zur Anwendung. Stopfbuchsen hingegen sind in Rührwerken häufig anzutreffen, werden heute aber mehr und mehr durch Gleitringdichtungen ersetzt.