Hydraulikkomponenten

Für die oben beschriebenen Betriebs- und Schmierungsarten gibt es eine Vielzahl von hydraulischen Bauteilen. In Abb. 14 sind die für Rührwerke häufig angewandten Bauteile aufgeführt.

Thermosyphon-Vorlagegefäß
Weitverbreitet sind standardisierte 6-l-Vorlagegefäße. Sie bieten eine große Anzahl von Anschlußmöglichkeiten und eignen sich für den modularen Anbau vieler Zusatzaggregate wie Füllstandsanzeige, -grenzschalter, Kühlschlange, Druckbeaufschlagung, Nachfüllmöglichkeit usw.

Bei optimierten Gleitringdichtungen reichen bereits Gefäße von ca. 1,5 l Volumen aus. Sie haben weniger Anschlußmöglichkeiten, sind jedoch variabel einsetzbar. Die Verwendung von Gußteilen mit außenliegender Wasserkühlmöglichkeit bringt Kostenvorteile.

Vorlagegefäße werden zu 50-70% befüllt. Somit können Volumenschwankungen durch Erwärmung ausgeglichen werden. Bei Druckbeaufschlagung sind am Vorratsgefäß eine Druckanzeige, ein Rückschlagventil, ein Sicherheitsventil sowie eine Handpumpe zum Nachfüllen während des Betriebes anzuschließen. Thermosyphongefäße sind durch die doppelte Verrohrung (Vor- und Rücklauf) auch für eine Zwangsumwälzung mittels Pumpe geeignet.

Druckübersetzer
Druckübersetzer regulieren den Druck eines Hydrauliksystems mit Hilfe eines Referenzdrucksignals. Eine Koppelung der Sperrflüssigkeit einer Gleitringdichtung an den Druck des abzudichtenden Mediums bietet die bereits beschriebenen Vorteile und funktioniert ohne Druckansteuerung und -überwachung. Die Füllstandsüberwachung erlaubt durch eine Genauigkeit im ml-Bereich Aussagen über das Leckageverhalten.

Die Funktion des Druckübersetzers basiert auf dem Prinzip eines Hydraulikzylinders. Der Kolben dieses Zylinders ist axial beweglich und ruht in Arbeitspositionen (d.h. nicht in Endlagen), solange sich die wirkenden Kräfte im Gleichgewicht befinden. Da der Raum um die Kolbenstange mit der Sperrflüssigkeit gefüllt und auf der Gegenseite des Kolbens der Behälter angeschlossen ist, ergibt sich ein Gleichgewicht der Kräfte bei einem im Flächenverhältnis proportional erhöhten Sperrflüssigkeitsdruck; eine weitere Druckkomponente ergibt sich aus der Federvorspannung, siehe Abb. 15.

Der Sperrflüssigkeitsraum muß gasfrei befüllt werden, um inkompressibel zu reagieren. Aus Verlust und Gewinn von Sperrflüssigkeit (z.B. durch Ausdehnung bei Erwärmung bzw. Leckageverlusten) resultieren grundsätzlich nur Volumenveränderungen in der Sperrkammer (Kolbenbewegungen) und aus Veränderung des Referenzdruckes ausschließlich Druckanpassungen in der Sperrkammer.

Die nachfolgend beschriebenen Standardversionen von Druckübersetzern (VD, VGD und VDH) arbeiten nach diesem Prinzip.

Der Druckübersetzer VGD ist für Anwendungen bis 40 bar geeignet und bietet die Möglichkeiten eines Thermosyphongefäßes. Die Baureihe VD kann bis 100 bar eingesetzt werden, bietet jedoch aufgrund der in diesem Druckbereich stets verwendeten direkten Wasserkühlung an der Gleitringdichtung keine zusätzliche Kühlmöglichkeit. Beim Druckübersetzer VDH ist die Kolbenstange hermetisch gekapselt. Er kommt insbesondere bei den hermetischen Dichtungen ESM zum Einsatz. Durch die Kapselung wird die Kolbenstange ebenfalls druckbeaufschlagt (A 1 = A 0 ) und es stellt sich über den gesamten Druckbereich eine konstante, durch die Feder erzeugte Druckdifferenz an der Trenndichtung ein.

Die Standard-Druckübersetzer können bei Bedarf zusätzlich mit diversen Anbauteilen wie Nachfüllpumpe, Überdrucksicherung und Überwachungseinrichtungen ausgerüstet werden. Dies bietet sich vor allem bei Verwendung zentraler Nachspeiseeinheiten an.