9. Dreifachwirkende Gleitringdichtung

Dreifachwirkende Gleitringdichtung

Dreifachwirkende Dichtungen wurden für höchste Sicherheits-ansprüche entwickelt. Der Vorteil ergibt sich aus der Redundanz, durch die selbst bei Verlust der Funktion einer Gleitringpaarung immer eine voll funktionsfähige doppeltwirkende Gleitringdichtung verbleibt. Mit dieser kann man den Prozess sicher zu Ende führen, ohne dabei auf das Rührwerk verzichten zu müssen.

Die Dichtung basiert auf einer doppeltwirkenden Gleitringdichtung mit der in Abb. 9 grün dargestellten Sperrkammer, ergänzt durch eine weitere Paarung, welche typischerweise mit den Paarungen der doppeltwirkenden Gleitringdichtung identisch ist. Diese dritte Paarung ist in Tandem-Anordnung zur nun mittleren Paarung eingebaut. Es ergibt sich dabei ein weiterer Ring- oder Sperrkammerraum, in Abb. 9 rot dargestellt, welcher gegebenenfalls die Funktion der ersten Sperrkammer übernimmt. Nur selten wird diese Dichtungsanordnung zur Erweiterung des möglichen Druckeinsatzbereiches durch partiellen Druckabbau verwendet, eher wird der partielle Druck in der zweiten Kammer zur Überwachung der Funktion der dritten Paarung genutzt. Die Einsatzparameter entsprechen daher denen der doppeltwirkenden Gleitringdichtungen derselben Baureihe.

Sinnvoll ist die Betriebsweise mit zwei Druckübersetzern an den beiden Sperrkammern, da sich durch die zusätzlichen Überwachungsmöglichkeiten bei entsprechender Automatisierung, die Sicherheit weiter erhöhen lässt.